Ist meine im Ausland erworbene Qualifikation als Erzieher*in in Deutschland anerkannt?

Sie sind ein*e Lehrer*in, Sonderpädagoge*in, Erzieher*in oder Sozialarbeiter*in? Sie haben im Ausland Ihre Qualifikation erworben und in diesem Beruf gearbeitet?


Und jetzt möchten Sie die Anerkennung Ihrer ausländischer Berufsqualifikationen in Deutschland haben? Oder einfach wissen, wie Sie Ihren Beruf in Deutschland ausüben können?


In diesem Artikel haben wir für Sie zusammengefasst, was Sie beachten müssen, damit Sie in Deutschland als Erzieher*in in Kinderkrippen und Kindergärten arbeiten dürfen.


Wenn Sie im Ausland ein Studium oder eine Ausbildung absolviert haben, können Sie das im zuständigen Ministerium einreichen und die Anerkennung als Erzieherin oder Erzieher beantragen. Welches Ministerium für Sie zuständig ist, hängt davon ab, in welchem Bundesland Sie arbeiten möchten. Sollten Sie zum Beispiel in Bayern einen Arbeitsplatz brauchen, müssen Sie keine Anerkennung beantragen. Wir betrachten jede Situation individuell und prüfen für Sie, wie Ihre Qualifikation in Deutschland anerkannt ist und was Sie brauchen, damit Sie als Erzieher*in arbeiten können.


Leider ist die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen gerade für Erzieherinnen und Erzieher etwas schwieriger, da jedes Bundesland die Anerkennung von Erziehern etwas anders handhabt.


Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen wichtige Fragen beantworten, die Ihnen möglicherweise durch den Kopf schwirren. Das deutsche System verlangt einen regelkonformen Nachweis der Ausbildung. Wenn Sie im Ausland die Ausbildung zum*r Erzieher*in absolviert haben und dann nach Deutschland kommen, können Sie schnell auf Schwierigkeiten stoßen.


Einige deutsche Bundesländer erkennen die ausländische Erzieherausbildung nicht an, was zu Verwirrung und teils zum Ärger führt. Sie dürfen laut Gesetz in Deutschland nicht als anerkannte*n Erzieher*innen arbeiten. Dabei gibt es verschiedene Qualifikationen, die unterschiedlich zertifiziert werden.


Warum Erzieher*innen aus dem Ausland nach Deutschland kommen und hier arbeiten möchten?


In Deutschland besteht ein großer Erziehermangel. Das Land bietet immer mehr Betreuungsplätze an, aber die Fachkräfte fehlen. Experten schätzen, dass bis zu 240.000 Stellen unbesetzt sind. Sie müssen sich aber gut überlegen, ob es sich für Sie lohnt, nach Deutschland zu kommen, um als Erzieher*in zu arbeiten. Der Weg ist nicht leicht und Sie müssen alle Pros und Kontras abwiegen. Der Beruf des Erziehers ist für deutsche Verhältnisse nicht so gut bezahlt. Trotzdem wollen immer mehr Pädagogen*innen aus dem Ausland in Deutschland arbeiten. Der Beruf ist für viele eine Berufung und im Vergleich zum Heimatland viel besser bezahlt und wertgeschätzt. Hier sind ein Paar wichtige Aspekte, die Sie für Ihre Einreise betrachten müssen:

  1. Verdienst im Heimatland und Gehalt in Deutschland - Informieren Sie sich ach welche Kosten auf Sie in Deutschland kommen können.

  2. Lebenssituation - Kommen Sie allein oder mit der Familie? Haben Sie auch Kinder und wie müssen sie betreut werden?

  3. Haben Sie bereits Freunde, Familie, die Sie bei der Wohnungssuche unterstützen können? Vergessen Sie nicht, dass Sie die ersten Monaten in Deutschland finanzieren können müssen.

  4. In welchem Bundesland möchten Sie wohnen und welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen, damit Sie dort als Erzieher*in arbeiten können.

Bei Zweifel und Bedarf an Hilfe, melden Sie sich einfach bei uns und wir besprechen gemeinsam, was für Sie am besten wäre.

Die staatliche Anerkennung - ein schwieriger und langer Weg

Die Qualifikationen für Erzieherinnen und Erzieher aus dem Ausland werden leider sehr oft verkannt, weil das starre Staatssystem es kaum anders zulässt. Es gibt aber durchaus Träger und Einrichtungen, die bereit wären, ihre neuen Teamkolleginnen und Kollegen fair zu bezahlen und deren Arbeit anzuerkennen.


Für die Anerkennung Ihrer Qualifikation als Erzieher*in unerlässlich: Qualifikationen nachweisen!


Deutschland ist ein Land, das alles gerne nachweislich auf Papier sehen möchte. Daher brauchen Sie alle Ihre Zeugnisse und Diplome im Voraus sorgfältig vorbereiten und übersetzen lassen.


In der Kinderkrippe oder im Kindergarten arbeiten?


Vorsicht! Wenn Sia als ausländische Fach- oder Ergänzungskraft nach Deutschland kommen, in einer Kindertageseinrichtung arbeiten möchten, sollten Sie sich vorab informieren lassen, in welchen Bundesländern dies möglich ist. Gerne geben wir Ihnen individuell Auskunft, wo und als was Sie arbeiten dürfen.


In Baden-Württemberg, Thüringen, Bayern und Nordrhein-Westfalen gilt der Beruf der Kinderpflegerin oder des Kinderpflegers beispielsweise als Ausbildungsberuf. In den anderen Bundesländern ist das leider nicht so. Dort wird es Sozialassistent*in oder Sozialhelfer*in genannt und ist dort kein anerkannter Beruf. In Berlin oder Brandenburg dürfen zum Beispiel nur anerkannte Erzieher*innen mit den Kindern in einer Kita arbeiten. Sie können dennoch in den anderen Bundesländern als Kinderpflegekraft arbeiten, allerdings nicht in Kindertageseinrichtungen.


Wurde Ihr Gleichstellungsantrag abgelehnt?


Wird keine Gleichstellung festgestellt, haben Sie immer die Möglichkeit, eine Weiterbildung zu machen. Wird Ihr ausländisches Berufszertifikat nicht anerkannt und Sie nur als Kinderpflegekraft eingestuft, können Sie in Deutschland eine Ausbildung zum*r Erzieher*in absolvieren. Sie können aber auch ein Fernstudium in Ihrem Heimatland abschließen, das Ihnen die Qualifikation als Erzieher*in verleihen wird.


Wie sind die Zukunftsaussichten als Erzieher*in in Deutschland?


Die Zukunftsaussichten als Erzieherin in Deutschland zu arbeiten sind wirklich hervorragend! Derzeit ist der Mangel an qualifizierten Erzieher*innen so groß, dass auch in 20 Jahren noch Erzieher*innen benötigt werden.


Für mehr Informationen wenden Sie sich am besten an uns! Sie bekommen wertvolle Ratschläge und können so die beste für Ihre berufliche Situation Entscheidung treffen.

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